Wozu christliche Männergruppen?

Wozu christliche Männergruppen?
Die Basis des christlichen Glaubens erwuchs aus einer sehr erfolgreichen kleinen 3 jährige Männergruppe mit 12 Männer – ihren Männergruppenleiter nannte man Jesus Christus. Dieses Muster ist in Vergessenheit geraten. Aber Hunderte von Männern orientieren sich heute wieder an diesem Vorbild für ein vollwertiges Männerleben und erschaffen sich hiermit eine wöchentlich einmalige Parallelwelt, in der es ok. ist ganz Mann zu sein. Man nimmt an dass mittlerweile in Deutschland 5 Millionen Männer in Männerguppen gehen! Männer heute wollen keine „Lonely-Cowboys“ mehr sein …. allein in der Prärie eines für Männer immer gefährlicheren Umfeldes. Zu viele Männer werden gefressen von unserem Wirtschaftssystem, werden „abgeschossen auf ihrem Posten“, geraden in ein männliches Dilemma (Burnout), werden als beziehungsunfähig abgestempelt von der Emanziation. Nicht etwa aus Angst, nein, sie gründen aus emotiolaler Intellegenz heraus eine Männergruppe und erlerben ihr Mannsein als Auftrag und Abenteur an der Seite von Freunden. Sie erfahren dort ein bislang unbekanntes Feld von Brüderlichkeit, Einigkeit und wachsende Freiheit – einfach wieder Mann sein zu dürfen, wie man sich von Gott geschaffen fühlt als freier Sohn – nicht als eingekaufter Dienstsleister. Dabei sind sie nicht selbstkritiklos – sie reflektieren ihre gewordene Männerrolle vor ihrer Frau, machen als liebende Väter was los für ihre Kinder, holen andere gerade mal wieder am Abgrund stehende „Mitmänner“ in´s Boot. Sie merken – wir wollen nicht nur so reden wie Jesus – wir wollen auch so leben so wie er –  in einer Männergruppe!

Das ist keine Rivalität zum Sonntagsgottesdienst. Die Kirche stand schon immer auf 2 Beinen – die Stadtkirchen sonntags für alles Volk gemischt und die geschlechtsgetrennte Männer- und Frauen-Gruppen, auch Klöster genannt. Von diesen ging ständig in der Geschichte die gesamte Erneuerung der Kirche aus.

Die Männergruppen der „Christlichen Männerbewegung“ helfen auch Ihnen beim Gründen einer neuen Männergurppe – im Moment bestehen 22 Christliche Männergruppen mit dem Trainingsprogramm „Männlich leben“ von Hans-Peter Rösch.

Die Christliche Männerbewegung bietet einen „Männerweg“ – sozusagen eine Anleitung zum „Selbstdurchführen“ . Mann kann also 10 Männerabende über ca. 3 Monate mit diesem Programm ausschreiben und kostenfrei durchführen.

  1. Männerweg: Die 10 Männerabende – Einführung in das Mannsein
  2. Abend: Wann ist ein Mann ein Mann?
     2. Abend: Wie viel Beruf braucht ein Mann?
     3. Abend: Wenn Muttern mir ins Gewissen redet! 
     4. Abend: Die Prinzessin erobern – kein leichtes Unterfangen.
     5. Abend: Wie viel Sex muss sein?
     6. Abend: Was ist ein hinreichend guter Vater?
     7. Abend: Werde ich von einem Vaterschatten verfolgt? 
     8. Abend: Wie geht ein Mann mit seinen Gefühlen um?
     9. Abend: In der Wunde liegt die Chance!
    1o Abend: Was ist ein männlicher Glaube?


    Männerverbundenheit spüren – typische Männergefühle anschauen – typische Männerwunden verwandeln – einen eigenen Männerglauben entwickeln

    Die heutige Männerkultur ist weit weg vom biblischen Vorbildmann Jesus. Das Verhalten von Männern in Gottesdiensten unterscheidet sich wenig von der Stammtischkultur am Biertresen. Männer wissen nicht wie Männer christlich miteinander umgehen. Es findet kaum Männlichkeitszunahme statt.
    Männerhoffnungen, Männersehnsüchte, Männerängste, Männerirrwege, Männerglaube, Männerniederlagen, Männersiege – nur einer kennt sie – der Programmierer selbst! Wir haben verlernt damit umzugehen. Wer hat uns gezeigt, ein Mann zu sein und wie man mit seiner Männerseele klarkommt … niemand. Wir westlichen Männer werden in diese Welt geschickt ohne zu wissen wie ein Mann tickt, wo er Erlösung braucht, wie er Gott sucht und ihm begegnet … und wie er sozialverträglich diesem Gott dient und seine Anerkennung erlangt.

    In vielen Gruppen von Männern werden Männer nur weiter geschwächt und ihrer einst vorhandenen Eigenmotivation zur Veränderung beraubt. Insofern ist es schon wichtig, festzulegen was eine „Christliche Männergruppe“ ausmacht. Männer dürfen nicht in ihrer Opferhaltung noch tiefer versenkt werden. Wie schnell bestärken sich die Männer mit den Worten “das macht doch jeder so, da kann man eben nichts machen, das ist eben so “. Uns Christen aber geht es nicht um Beschwichtigung sondern um Männer-Erlösung! Männer-Freundschaften haben auf Männer oft mehr Einfluss als ihre eigenen Ehefrauen oder die Gemeinde – es braucht „Men´s small-groups nach biblischem Vorbild.“ Wir sind erst am Anfang, aber es gilt die männergerechte Seite des Evangeliums wiederzuentdecken, nämlich  nachzuspsüren, wie Jesus mit Männern umging um wieder eine gute „Mannesreife“ nach Eph 4,13 hinzubekommen. Dies kann nur abseits der Frauen geschehen … Männer bauen sich immer eine Gegenwelt auf – warum keine christliche?

    Achte auf die 10 Qualitätsmerkmale einer christlich denkenden Männergruppe

    Männlichkeit braucht einen sicheren Ort, wo sie sein darf, sonst verflüchtigt sie sich. Jesus bot 3 Jahre lang 12 Männern eine Männergruppe an, in der sie zu echten Männer werden konnten. Danach veränderten sie die damalige Welt! Welche Prozesse fanden in dieser Männer-Gruppe statt?

    1. Wurde Männerverbundenheit empfunden? 
    Jak 3,13: Wir sollen uns für unsere Männerkultur eine allgemeine Brüderlichkeit zu allen Menschen angewöhnen, also Ehrlichkeit, Offener Umgang. Wahrhaftigkeit, Ernst, Witz, Verständnis füreinander. Das muss geübt werden.

    nein   O    O    O    O    O    ja

    2. War Bereitschaft einiger Männer da, andere um Hilfe zu bitten? 
    Jak 5,16: Wir sollen in unseren Männergruppen einander unsere Ohnmacht (früher auch Sünde genannt) bekennen.

    nein   O    O    O    O    O    ja

    3. Wurden eigene Gefühle wahrgenommen, haben andere Gefühle gezeigt und wurden sie als copierfähig verifiziert?
    Mark 3,17: Jesus mochte die aggressiven „Donner-söhne“ in seiner Männergruppe und er wurde selber wütend und traurig. Joh, 11,33: Jesus zeigte seinen Jüngern bewusst seine Gefühle, weil er sie zum Handeln brauchte!

    nein   O    O    O    O    O    ja

    4. Wurde der typische Männerschmerz – die emotionale Vaterverlassenheit – gefördert und zugelassen?
    Matth. 27,46: Auch Jesu letzter Schrei am Kreuz war ein Vaterdefizit-Gefühl: „Mein Vater, warum hast Du mich verlassen? Männer macht dieser Schmerz zum Mann!

    nein   O    O    O    O    O    ja

    5. Wurde die Mutterfessel angegangen?
    Mark 10.7: Jesus lehrte seine Jünger (Männergruppe) klare seelsorgliche Themen, er griff seine zugreifende Mutter vor ihren Ohren scharf an (Joh. 22,4)

    nein   O    O    O    O    O    ja

    6. Wurde Sexualität richtungsbezogen auf nur eine Frau gelehrt?
    Matth. 27,55: Jesus behandelte Frauen respektvoll, aber mit innerem Abstand, er enthielt sich körperlich. Christsein ist nicht sexverneinend (1.Kor. 5,7) Jesus vermied  Frauenfokussierung und verlangte dies auch von seiner Männergruppe, zumindest mal für 3 harte und schöne Jahre!

    nein   O    O    O    O    O    ja

    7. Wurde die Homophobie bekämpft ? – gemeint ist eine seltsame Angst vor dem körperlichen u. emotionalem Berühren von anderen Männern
    Joh. 13,23: Johannes lag physisch an Jesu Brust
    1.Thess. 5,26: Paulus verlangt den Bruderkuss von seiner Männerrunde!

    nein   O    O    O    O    O    ja

    8. Wurden die Wunden der Männer gewürdigt?
    Matt. 16,24: Jesus spricht mit seiner Männergruppe über Wunden. Er gab seinen Männern ein Vorbild eines Schmerzensmann, er war kein Wellnesvertreter! 1. Petrus 2,24 auch aus unseren Wunden kann Erlösung für andere fließen!

    nein   O    O    O    O    O    ja

    9. Wurde über männlichen Glauben gesprochen (Männerspiritualität)
    Lukas 22,24: Jesus lehrt seine rivalisierte Männergruppe Ebenbürtirgkeit und wahre Größe. Er „beschwört“ scharf sie keinen falschen weltlichen Männerbilder mit Titel und Ansehen nachzulaufen. Er gab ein Glaubensbild und erklärte männliche äußere und innere Nachfolge. (Reichtum, Bitterkeit, Hartherzigkeit usw. zu meiden)
    nein   O    O    O    O    O    ja

    10. Fand eine Begegnung mit dem ersehnten Vater statt?
    Matth. 15.4: Jesus lehrt seine Jünger einen gütigen Blick auf den Vater zu werfen, um emotional gesunde Vater-Sohn-Beziehung mit Gott hinzubekommen und als Sohn Gottes durch diese säkulare Welt zu gehen.

    nein   O    O    O    O    O    ja

    Hinweis 1 für den Gruppenleiter: Entwickle eine männergerechte Sprache

    Schaffe es männergerechte Bilder und Worte zu finden. Auf die folgenden Fragen suchen Männer lebenslang Antworten und sind dankbar, wenn man darüber reden darf:

    Bin ich ein guter Mann?
    Wo krieg´ ich Identität her?
    Was ist mein Job auf dieser Erde?
    Wozu ist das gut, was ich jetzt tue?
    Wo ist mein Vater? Wer ist hier der Boss?
    Wem kann ich unter die Arme greifen?
    Was braucht mein Sohn/Tochter heute?

    Männer fühlen sich bei den herkömmlich mehr frauendominierten Gemeiendethemen schnell überfordert.

    Hab´ ich gute Beziehungen?
    Wie kann ich mehr Nähe herbekommen
    Wie ist meine Liebesbeziehung zu Jesus
    Wie komme ich gut an?
    Bin ich liebenswert und schön?
    Wie kann ich das Beste für meine Kinder geben

    Frauen suchen lebenslang nach bergenden Systemen, besseren Beziehung und mehr Nähe zu Jesus, das ist nicht „men´s world“ – Männer suchen danach, was sich lohnt, es zu tun. Beides – männlich wie weiblich – ist Teil des Evangeliums und eines ohne das andere langfristig unnütz. (1.Kor 11,11)

    Hinweise 2 für die Gesprächsführung

    Wir verstehen uns als selbstorganiserte Männergruppe mit wechselnder Leitung. Wir leben ebenbürtig – aber der der gerade leitet muss darauf achten, dass jeder Mann zu Wort kommt. Raumfüllende laute Männer werden ermahnt, leisen Männer wird ein Platz zum Reden freigehalten.
    Wir achten lebensge-schichtliche Äußerungen hoch und meiden theoretische Aussagen. Jeder Mann redet über sich und sein Inneres, wer über Politik, Gemeinde, Staat usw. spricht wird abgebrochen.
    Es geht um die typischen Männerwunden, Männerdefizite, Schmerzen, pers. Leid, Lebens- und Beziehungslust, Trauer, Abhängigkeit von Frauen, Verluste, Alltag und familiäre Verantwortung – nicht um theologische Streitfragen. Den nur wer seinen Schmerz an-sieht, wird trans-formiert , sagen wir männlicher (Initiation und Wandlung ohne inneren Schmerz ist unmöglich). Entscheidend für den Mann ist, wie geht er mit seinen Wunden um, nutzt er sie für das Evangelium oder spaltet er sie ab und verhindert Erlösung!

    Treffe Vereinbarungen in der Männergruppe

    Das Gelöbnis offen ehrlich und wahrhaftig zu sein
    Die Selbstsorge – jeder ist für seine Gefühle selbstverantwortlich, bei schwierigen seelischen Störungen sucht jeder selbst einen Berater auf,  andere Männer können nihct meine Probleme lösen, nicht die Gruppe ist schuld, wir sisnd keine Therapieeinrichtung.
    Das Bewertungsverbot – alles darf zunächst sein und angesprochen werden – wir gehen Tabuthemen, die die Gemeinde ausschließt mutig  an wie Gewalt, Scheidung, Pornograpie, Geschlechtergerechtigkeit.
    Mannhafte Verbindlichkeit – wer nicht kommt meldet sich ab mit Grund, wer mehr als 3 mal unentschuldigt fehlt, soll die Gruppe verlassen
    Wir gehen einen gangbaren Männerweg – das Ziele ist Männlichkeitszuwachs, der Weg dahin muss allen gemeinsam klar sein. (idR machen wir ein Männerprogramm durch)
    Sinnlichkeit – ab und zu gehen wir ´raus (Biergarten, Natur, Sport) um uns anders zu erleben als in frommen Kreisen.
    Wir sind „handgreiflich“ – wir helfen uns ab und zu aus der Patsche (handwerklich, Umzug….)
    Wir haben als christliche Männergruppe ein Ziel – es gilt den Missionsbefehl Jesu männergerecht zu verwirklichen – wir leben nicht nur für uns – wollen unser Herz missionieren und das anderer Männer.  (Markus 16,15)

    Die meisten Männer haben schreckliche Angst, dass sie keine guten Männer sind und irgendwo „durchfallen“. Gott schuf uns nicht als geschlechtsneutrale Menschen – er will dass wir unsere Geschlechtlichkeit miteinbeziehen in unseren Glauben und wahre Männer werden.

    Eph 5,29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch (=männliches Wesen) gehasst; sondern er nährt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde.“

    Wir sind Männer auf der Suche. Keiner ist schon ganz angekommen – auch Du bist ein Mann auf dem Weg in das Bild, das Gott von Dir hat. Mach´mal Urlaub von Dir- selbst –  also dem wo du immer denkst, dass Du sein musst. Komm´mal in eine gute christliche Männergruppe

    Hans-Peter Rösch,  nebenberuflich Männerversteher.

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