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So in der Lebensmitte stellt sich wohl jeder mal die Frage, was wäre, wenn ich einen anderen Partner geheiratet hätte. Das sind "üble" Zweifel, die dem Partner natürlich weh tun und bedrohlich auf ihn wirken. Warum zweifelt man? Sind nicht schon die Zweifel der pure Verrat? Wenn man diese Gedanken pflegt, sind sie ja wirklich auch existenzbedrohend! Also schnell weg damit???

Hier hat mir das Buch: "Liebe Dich selbst und es ist egal wen du heiratest" von
Eva-Maria Zuhorst, Randome House Verlag 2004 18. Auflage gut geholfen.

Zusammengefasst von Hans-Peter Rösch

 1. Wie es zu Spannungen kommt
Wenn wir uns nur kurz einem Partner zeigen, dann zeigen wir immer nur unsere bessere Hälfte
. Wir zeigen die Seiten, die wir für besonders vorzeigenswert und akzeptabel halten. Das ist aber noch keine Liebe – das ist nur Erotik.

 

Unzählige male hat uns etwas wehgetan, oft fühlen wir uns mit unseren schlechten Seiten nicht akzeptiert und dennoch, wir haben letztendlich die gute Vorzeige-Rolle so gut verinnerlicht, das wir die Ganzheit unseres Seins zurückstellen und dieses Gefühl wegdrücken und lange weiterlächeln. Darum sind wir entsetzt, wenn plötzlich das Glück mit dem anderen Menschen zuende zu gehen droht, wir sehen dann nicht die Chance für die echte Liebe für die man sich nur in schwierigen Zeiten entscheiden kann. Genau dies muss man wohl als Mann ab und zu tun - sich wieder neu entscheiden und mehr Nähe hinbekommen.

 

Den Rest unsere negativen Eigenschaften halten wir vor dem Partner zurück. Wir schaffen es, sie für ein paar Wochen unter Verschluss zu halten - vor anderen und uns selbst. Das Versteckspiel geht solange gut, bis wir uns wirklich näher kommen. Der andere ist nur deine Projektionsfläche. Der andere ist die nur die Leinwand, an der man die eigenen unerfüllten Bedürfnisse sehen kann. Der andere ist dann schuld – oder die Umstände. Der äußere Mensch ist immer der Nette – innen kocht ein ganz anderer Mensch gerade vor Wut und Enttäuschung.

 

Schon als Kinder werden wir gelehrt was gute, liebe, nette Kinder tun - das Böse lernen wir zu versteckenWer das Böse bei sich negiert, projektiert es auf andere. Gerade in den intimsten Beziehung dann, fürchten wir dass unser Charakter sich offenbart, darum meiden wir Nähe … und kündigen, wenn Nähe in Sicht ist.. 

Wer den Partner wie eine Droge gegen die innere Leere konsumiert, wird süchtig danach.

Kein Partner kann es uns dann auf Dauer richtig machen – sonst brauchen wir immer mehr von ihn, erdrücken ihn und sind unzufrieden mit ihm, wenn er nicht gibt. Tatsächlich aber sind wie nur unzufrieden mit uns selbst.

Während wir versuchen unser Glück in Beziehungen zu finden, suchen wir eigentlich nach Ausgleich und Harmonie in uns selbst. Kein Partner kann ihnen zum Wohlergehen verhelfen, er kann ihnen auch weder Selbstwert noch Selbstvertrauen geben. Das müssen Sie selbst tun. Das müssen Sie mit Gott ausmachen, wenn Sie Christ sind.

Wenn wir schwach sind zeigen wir vor den anderen die guten Seiten, gerade aber zuhause oder dann wenn wir meinen die Beziehung ist ja eh konstant, dann zeigen wir auch unsere verabscheuungswürdigsten Seiten, weil wir uns hier sicher sind. Darum kommen in der Nähe erst unsere schwierigen Seiten heraus.

2. Der neue Traumpartner ist bald wieder das Schreckgespenst von gerade eben  

Nach einer Scheidung wirken die weiteren Partner wie Doubles. Prominente tauchen dann mit anderen aber fast gleich aussehenden neuen Partnern auf. Andere sehen lächelnd, wie er die Person wechseln – aber bald wieder mit der „Neuen“ das gleiche Problem wie mit der „Alten“ hat.

Boris Becker mit seine fremdländisch anmutenden Typ Frau ist dass populärste Beispiel dafür. Er sucht sie und findet sie recht schnell und … kann dann doch nicht zusammen mit ihr Leben. Er muss wieder nach der nächsten schauen, weil es sein Problem nicht angehen will.

Er sagte: Ich habe eigentlich immer mich selbst gesucht in meinen Liebschaften und mich nur verloren in den anderen Frauen.

Auch die hübscheste Frau konnte ihn nicht geben was er suchte: Sich selbst. -- und so wird es – die Wiederauflage der alten Beziehung. Partnerschaften sind wie Plattenspieler – bei der gleichen Stelle springt die Nadel wieder aus der Rille

 

Als Kinder waren wir nie auf der Suche nach

Der richtigen Beziehung

Den richtigen Eltern

Den richtigen Geschwistern

Der richtigen Bestätigung

Nun suchen wir dies in unserem Partner – man braucht ihn – man gebraucht ihn. Für Kinder ist Nähe eine passive Erfahrung – sie warten bis sie geliebt werden. Erst der Erwachsene kann sich entscheiden zu lieben oder nicht. Die Bibel sagt uns aber, dass wir wieder wie Kinder werden sollen – also nicht immer gleich hoffen, das der andere liebt, sondern warten auch wenn das Wochen dauert.

 

3. Sie heiraten sowieso aus dem falschen Grund … also los geht ´s

 

Der häufigste Grund zum Heiraten ist Erotik und das macht auch nichts! Meisten werden einem genau diese Gründe, warum mann geheiratet hat, später zu dem Hauptproblem und man muss sich dann entscheiden zu lieben.

  Frauen heiraten Männer

 

- Weil sie stark sind

- Weil sie Bären erlegen können

- Weil sie Bilanzen lesen können

- Wie sie erfolgreich sind

- Wie sie von den Eltern versprochen worden sind

- Wie sie dafür einen Pass bekommen

 

- Männer heiraten Frauen

- Weil sie sie unwiderstehlich fanden

- Weil einen süßen Hintern haben

- Weil sie blond sind

- Wie sie Sex haben möchten

- Weil sie Angst vor dem Alleinsein haben

- Wie sie jemand brauchen, der ihnen die Wäsche wäscht

Unsere Hoffnungen verwandeln sich in Begierden, Schönheit wird schal, Erfolg bringt langfristig keine Befriedigung.

Ich liebe dich …

Weil es sich ähnlich anfühlt wie bei meiner Mutter

Weil es sich so seltsam distanziert wirkt wie bei meinem Vater

Weil du so anders bist wie der erste Mann der mich verletzt hat

Weil ich Angst vor dem Alleinsein habe

Weil du so erfolgreich bist und ich mich so wertlos fühle

Wenn es um das Stopfen von eigenen Löchern geht Defiziten und stillen von Sehnsüchten geht, braucht man den anderen Partner. Wahre Liebe aber gibt und auch dann, wenn mal vom anderen nichts mehr rüberkommt.

 

Egal wen sie treffen, sie erfahren nur sich selbst. Die Ehe ist nicht die Geschenkverpackung für inneres Seelenheil. Die Ehe ist ein Ort tiefer Heilung und die Entdeckung von wahrer Liebe aus Entscheidung, nicht aus Schmetterlingen im Bauch.

Transformieren der Schwierigkeiten heißt aber nicht wegdrücken, abspalten, loswerden, wegmachen, abschütteln. Es heißt das wahre sein zu erkennen, Buße zu tun und es von Gott verändern lassen. Da fängt Christsein erst an, wenn die Schmetterlinge im Bauch weg sind.

Sucht lässt sich nur beschränkt durch Kontrolle wegdrücken – sie will transformiert werden (auf ein anderes Objekt gelenkt werden). Ablenkung ist immer vorübergehend – Erlösung ist dauerhaft. Suchtmittel lenkt ab von dem Schmerz der Seele – bis die Wirkung vorbei ist.

Wir müsse aus den Problemen etwas Gutes machen – den Spieß rumdrehen also. Warum nicht beide in eine Beratung gehen und endlich mal aufräumen mit den Seelenproblemen.

Wo immer wir Nahrung, Liebe und Zuwendung kam, wuchsen wir. Wie dies fehlte, starb eine Seite in uns ab. Insofern sind wir immer beziehungsproblematisch – das ist normal so.

Wir sind auf jedem Gebiet unterschiedlich entwickelt. Wo wir verletzt, missbraucht, abgelehnt wurden findet kein Wachstum mehr statt. Diese abgestorbenen kindlichen Anteile in uns suchen später beim Partner unbewusst nach Heilung.

4. Es gibt den Wunsch nach Beziehung und gleichzeitig ein Sabotagesystem, das dies verhindert

 

Vielleicht sagen wir, jetzt wird alles anders, aber die gleichen Muster, die Glaubenssätze und die Verletzungen sind nicht bearbeitet und so wiederholt sich alles. Jede Wunde wird sich in der Partnerschaft manifestieren.

Wer Angst vorm subtilen anderen Geschlecht mit in die Wiege gelegt bekommen hat, wird von dem Traupartner träumen, nie aber wirklich einen haben wollen.

Willst Du deine Ketten loswerden, dann liebe sie. Sich selbst wieder wahrnehmen, entdecken und zurückerobern. Die eigene Liebesfähigkeit sich selbst beweisen – das ist Seelenarbeit. 

Wo wir auf der Suche sind nach der besseren Hälfte, sind wir eigentlich auf der Suche nach Heilung für uns selbst. 

Der Partner lässt unsere Schattenseiten hochkommen. Der Partner ist nicht Ursache sondern Auslöser unserer inneren Zerrissenheit.

Da gibt es ein Herbeisehnen der grenzenlosen Liebe, aber ohne eine erwachsene Partnerschaft mit der anderen Person kann diese Liebe erst gar nicht entstehen.

Männer wollen auf der Suche nach Nähe und Verschmelzen ohne Grenzen und sich loslassen, sie sind aber kein gegenüber für die Frau mehr. Das Fehlen eines klaren ich ´s mit klaren Grenzen und Möglichkeiten macht den anderen erst zur liebenswerten Person. Frauen können männliche Autorität nicht mehr ernst nehmen, weil sie dies von ihrer Mutter her kennen. Sie haben dann ein Problem mit allen Männern .. und das ist Arbeit , um es zu überwinden. Frauen sind wütend über das Fehlverhaltens des Partners, haben aber dabei ein Gefühl der Wehrlosigkeit und Ohnmacht gegenüber sich selbst. Wer mit sich selbst nicht in Ordnung kommt, kommt langfristig mit anderen auch nicht.

5. Ambivalente Gefühle und zerrissenes Verhalten am Beispiel einer Frau:

Ich schäme mich, dass ich ihn nicht liebe

Ich weiß dass ich keine gute Ehefrau bin

Ich habe Angst ohne ihn nicht leben zu können

Ich kann nicht ohne ihn in Urlaub fahren

Ich kann ohne ihn das Haus nicht halten

Ich weiß, dass er positive Seiten hat

Ich kann diesen Mann nicht mehr ertragen

Ich mag es nicht, das er mich anfasst

Ich kann es nicht ertragen, dass er mit mir schläft

Ich finde ihn unerträglich

Ich kann seine Nähe nicht mehr ertragen

Ich ekele mich vor ihm

Ich sage, er kann mich nicht mehr glücklich machen

 

Ständig hält sie ihn an pünktlich heimzukommen – ist er zuhause weis sie nichts anzufangen.

Wenn der Vater geht, bleibt die Entwicklung zur Frau stecken

 

- Ich bin nicht anziehend

 - Männer wollen mich nicht

 - Ich bringen Männer mit dem Entblößen meines Körpers in Schwierigkeiten

 - Für körperliche Lust muss ich mich schämen

 - Du musst dich sehr zurücknehmen, sonst verlassen dich die Männer

 - Frauen werden zu Gluckenmüttern und Haushaltsgenerale.

Frauen schämen sich ……..

- Weil sie so unnahbar sind

- Weil sie keine Sexbomben sind

- Weil sie so hart und ablehnend sein müssen, dass der Mann etwas tut

- Weil sie nicht so gut aussehen wie die in der Zeitschrift

- Weil Sie nicht so sind wie der andere sie haben will

- Weil sie nicht dem biblischen Maßstab entsprechen

- Wie sie auch der Mutter schon nicht genügen konnten

… das Kleinkind, das Angst hat verlasen zu werden lässt grüßen - es fehlt an Selbstwert und Spaß an der eigenen Geschlechtlichkeit.

Dabei sehnen sie sich nach

- Nach Berührungen von ihrem Mann

- nach hemmungslosem Sex

- nach geliebt werden von einem Mann

Die völlig neue Sichtweise – völliger Richtungswechsel

Bereitschaft, die volle Verantwortung für ihre Angst, ihre Negativität und ihre Schmerzen zu übernehmen.

Der Eisberg ist die Schatztruhe der Zukunft.
Auf ihm ist jeder Atemzug, jedes Gefühl, jeder Gedanke gespeichert und schreit nach Heilung und nach Wahrgenommen werden. Man muss leidenschaftlich eine Liebensgeschichte mit dem eigenen Eisberg beginnen, dass er schmilzt.

5. Ambivalente Gefühle und zerrissenes Verhalten am Beispiel eines Mannes: Männer vernachlässigen sich, weil sie hoffen jemand zu finden (Mama) die sich um ihn kümmert

Er sucht jemand der ihn mehr liebt als er sich selbst

Er schuftet immer mehr in der Hoffnung dann mehr geleibt zu werden

Er entzieht sich immer mehr, weil seine Seele ihm Rückzug meldet, um endlich aufgearbeitet zu werden

Er versinkt in Sexheften und Internetpornographie

Er isst immer ungesünder

Er missachtet Krankheitssymptome

Wir versuchen die Frauen zu lieben und Aufmerksamkeit vom Partner zu bekommen

Die Frau wird dann zur Therapheutin, für einen Patienten der keinen Rat annimmt.

Darum ist das sich Einlassen auf einen „unmöglichen Partner“ das beste, was einem passieren kann – man erfährt soviel Heilung selbst dadurch und dafür sollten wir uns gegenseitig dankbar sein.

zusammengefasst von Hans-Peter Rösch, der hier noch viel lernen will!