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Mannsein in der Gemeinde

Die Situation

 

Der Auftrag zu leiten erging an Mann und Frau gleichermaßen, Seite an Seite, ein jeder mit seiner Stärke, diese Welt zu bebauen und zu bewahren. (1.Mose 1.28) Wohl vor dem Hintergrund, dass Männer leicht in Passivität versinken und Frauen leicht in Überlastung geraten, wenn Männer ihre Position nicht einnehmen, gibt Paulus den Rat, Männer in Leitung bewusst hineinzuführen, die Anwesenheit von Frauen in Gemeindeiensten ist selbstverständlicher. Kinderarbeit, Besuchsdeinste, Lesung, Fürbitten, Lobpreis - überall hat man keine Probleme Frauen zu finden und sie machen ihren Job gut - sehr gut sogar! Frauen sehen die Not und springen ein, Männer trauen sich recht wenig zu, da war kein Vater, der das vormachte, da sagte der vater immer, du taugst zu nichts und die mit mehr Selbstwert empfingen außerberufliches Engagement oft als Verrat an ihrer immensen Dienstleistungskraft im Berufsleben. Dann sind sie einfach Kirchenbankfüller. Frauen wirken heute emotional stärker, wissen besser als Männer, was sie wollen und verstehen die Botschaft des Evangelium intuitiv schneller als Männer. Sie leben ihr beziehungsreiches Christ-sein zügiger und oft konsequenter aus. Das bekommen nun auch die christlichen Gemeinden zu spüren. Frauen machen Dienste zweifellos oft besser als Männer, sie sind näher ´dran an Beziehungen als Männer – aber vielleicht ahnte Paulus schon, was dann passiert: Viele Gemeinden suchen darum händeringend nach ehrenamtlichen engagierten Männern für ihre umfangreichen Aufgaben und empfinden somit eine CMT- Gruppe als Konkurrenzsituation. Männer haben sich in der Gemeinde Jesu rar gemacht. Was Jesus einst als dreijähriges, frauenloses Männertraining startete, droht nun in einer Frauenbewegung zu enden.

Erste Gemeinden verbieten Frauenarbeit, weil der Männeranteil unter 20% gesunken ist. Nur auf jedem 5. Stuhl sitzt sonntags ein Mann – zählen sie mal durch – und das obwohl das Evangelium wie für Männer geschaffen ist.

 

Erweckung geschah immer durch eine Handvoll Männer, die sich entschlossen etwas für Gott zu bewegen und Frauen, die sich dem anschlossen. Die entscheidende Rolle der Männer zeigt die fol-gende Untersuchung: Oberflächlich geben Gemeinden der Wirtschaft die Schuld: Männer sind zu mit Aufgaben in Beruf und Familie – warum sie sonntags heranziehen?Aber warum werden europaweit riesige Fußballsta-dien gebaut, um die Hunderttausende Männer zu fassen und was nehmen Männer alles auf sich, um die Karriere in einer Firma voranzutreiben. Es gibt nach wie vor gleichviel Männer – sie haben sich weg-orientiert, weil die Gemeinde ihre Bedeutung nicht ausreichend gewürdigt hat.Vielleicht wäre es einmal christlich, die Schuld eben nicht bei anderen, sondern bei sich selbst zu suchen. Gemeinden, die Schuld verteilen, bekommen einen heiligen Schein, aber keine Männer.

 

 

1. Barriere für Männer in der Gemeinde: Vaterlosigkeit

 

Vaterlosigkeit ist die größte Behinderung auf dieser Welt und auch für die Gemeinde.

War da kein Vater da, der seinen Sohn in diese Welt und in die Gemeinde eingeführt hat, bleibt dem Mann ein tiefgründige Traurigkeit und Eingeschränktheit. Man merkt das im CMT, wenn Männer über ihre Vaterbeziehung reden. Da ist ein Zucken um die Mundwinkel, eine zentnerschwere Last, der Wunsch den Schmerz mit Berieselung zuzudecken.

 

Nur wenige Männer wagen sich einfach so von selbst in einen geistlichen Dienst hinein. Soviel Selbstwert und gesunde Frechheit bringt ein untervaterter Mann einfach nicht mit. Anders viele Frauen – egal ob in Familie oder Gemeinde, sie sehen die Not und springen ein, die Mutter machte es ihnen so vor, ihr Identifikationsvor-bild funktionierte noch, der Vater dagegen war immer nur weit weg von Zuhause im Beruf aktiv.

 

Männer brauchen einen geistlichen Vater, der - ihnen väterlich etwas zutraut - sie einführt in das Amt und die Rahmenbedingungen festlegt, dass er sich in seiner Aufgabe nicht verliert.Die Stillung des Vaterschaftsvakuums ist die Hauptaufgabe CMTs allgemein. IN ALLEN Themen ist dies ein Merkmal, in den Gruppen oder in Einzelgesprächen bevatert man sich gegenseitig. Die Ergebnisse bezüglich des Zuwachses an Selbstwertes sind gut.

 

2. Barriere für Gemeindemänner: Unsicherheit im Umgang mit anderen Männern und Leitern

 

Viele Männer vertrauen der Gemeindeleitung nicht und die Gemeindeleitung traut den anderen Männern nicht. Unerfahrene Männer in Leitungskreisen kapseln sich gern elitär von anderen Männern ab, sie bekommen Privilegien und werden damit unglaub-würdig. Unsichere Älteste leiten andere Männer im Sinne einer Aufgabenverrichtung an und nicht aus Charakterstärke oder einer Visions- oder Dienstübertragung heraus.Männer „unten“ übertragen ihre Autoritätswunde, die ihr Vater geschlagen hat, auf christliche Leiter und sind gegen sie, so wie sie gegen ihren Vater sind. Daraus folgt eine große Unsicherheit und eine Kluft zwischen oben und unten, die Männer in Passivität und Konsumhaltung drückt.

 

 

3. Barriere für Männer: Unverständnis über das Wesen des Dienstes Männer, die in den „Dienst“ einer Gemeinde ohne väterliche Vorbereitung gehen, bauen gern ihr ei-genes Reich. Oft brennen sie mit dieser Haltung aus und landen enttäuscht im CMT oder anders-wo. Männer bauen gern Organisationen oder Dienste auf und beschäftigen sich mit Religion. Jesus aber als unser Leitervorbild beschäftigte sich mit Män-nern - lebte beziehungsorientiert, nicht aufgaben-orientiert. Ein Mann lernt dies nicht auf einer Bibelschule, sondern diese Art wahrer Männlichkeit muss von anderen Männern übertragen werden. Das dauert wie bei Jesu Jüngern mindestens 1 – 3 Jahre. Ohne dieses Grundverständnis glauben Männer im Laufe der Zeit immer mehr an Methoden und Organisationsformen und verlieren den eigentlichen Auftrag, andere Männer zu persönlichen Reife zu führen, aus den Augen.

 

4. Barriere für Gemeindemänner: Unklarheit über den eigenen Ruf. Wachstum in einer Gemeinde gibt Gott, wenn geis-tliche Väter und Mütter da sind, die Reife weitergeben können. Einen geistlichen Vater und eine geistliche Mutter zeichnet eins aus – sie haben geistliche Kinder. Wer das nicht hat, ist kein reifer Christ – entweder er ist ein „“Hundert Kilogramm-Baby“ oder eine „Jüngling“, der Milch braucht statt feste Speise. Ein Mann muss verstanden haben – meine eigentliche Aufgabe ist es, mich zu wieder reproduzieren. Bei vielen Männer drückt dieser göttliche Auftrag auf sexuellem Gebiet überdeutlich durch. Niemand lehrt sie, wie es ist geistige Söhne und Töchter zu haben, wie man diesen biologischem Trieb zum geistlichen Trieb transformieren kann. Die Gemeinde Jesu sollte sich wieder auf den ur-srünglichen Auftrag besinnen – dem Vorbild des Meisters zu folgen - und sich nicht in Nebentätigkeiten verlieren. Männer merken wenn’s wichtig wird und meiden zunehmend unwichtige Veranstaltungen.

Vaterschaft leben – geistlich und leiblich - ist die wichtigste Aufgabe der Gemeinde – das hat sie wieder zur Kenntnis zu nehmen, wenn sie die Männer nicht verlieren und damit sterben will.